Vallée de la Marne

Meuniers frostgesäumtes Flusstal.

103Dörfer
3'763Lieux-dits
2Grand-Cru-Dörfer
9Premier-Cru-Dörfer
12'625 haRebfläche

Die Vallée de la Marne folgt dem Fluss westwärts von Épernay in Richtung Château-Thierry, und sie ist die einzige Subregion in der Champagne, in der Pinot Meunier die dominierende Rebsorte ist. Der Talboden ist frostgefährdeter als die darüberliegenden Hänge, da kalte Luft an stillen Frühlingsnächten am Fluss zusammenströmt, und der späte Knospenaustrieb des Meunier ist die praktische Antwort auf dieses Risiko. Die Böden wechseln mit der Weitung des Tals: Kreide und Mergel an den östlichen Hängen bei Épernay, dann schwererer Lehm und Schluff weiter westwärts, weshalb die Weine hier stilistisch stärker variieren als in jeder anderen Subregion. Hier ist der historische Faden des schäumenden Champagners am stärksten gespannt. Die Benediktinerabtei von Hautvillers, am Nordufer kurz östlich von Épernay gelegen, war das Arbeitskloster von Dom Pérignon, dem Kellermeister, dessen Arbeit zu Verschnitt und Klärung im späten 17. Jahrhundert dazu beitrug, den Wein zu formen, für den die Region später berühmt wurde. Die Legende, er habe den Champagner erfunden, ist eher Mythos als Tatsache, denn Schaumwein wurde anderswo bereits hergestellt; doch seine Methoden und die Abtei selbst stehen im Zentrum dessen, wie die Region ihre eigene Geschichte erzählt.

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